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Grüterich´s Gedanken zum gehenden und kommenden Jahr – Jahresrückblick, denn die Spielregeln ändern sich!

Grüterich´s Gedanken zum gehenden und kommenden Jahr – Jahresrückblick, denn die Spielregeln ändern sich!


2016 endet! Warum auch nicht, war ja bisher immer so. Es passt ja auch so. Alle haben sich daran gewöhnt und jeder macht mit – im Großen und Ganzen! Ein paar Leute gibt es immer denen das nicht gefällt, aber man kann es ja auch nicht jedem recht machen. Also endet das Jahr und wir schließen die Diskussionen über hätte, sollte und könnte, denn was bis jetzt nicht erledigt wurde passiert auch nicht mehr, zumindest nicht in 2016.

Am Anfang die Regeln festlegen.

Das ist so eine Sache mit den Dingen die man tun wollte. Bis vor kurzem wollten die meisten Deutschen noch was zur eigenen Altersvorsorge tun, seit diesem Jahr ist der „Vorsatz“ nur noch auf Platz 2, Tendenz auf 3. Wen wundert’s? Die Zinsen im Keller auf einem nie dagewesenen historischen Allzeittief. 0 % Zinsen und sogar Gebühren auf dem Sparbuch!! Für die Deutschen bricht ihre gängige Praxis der „Geldanlage“ zusammen! Mal ehrlich, wer glaubt wirklich dass dies eine Geldanlage ist? Ich glaube vielmehr, dass es Faulheit und Reichtum ist und war. Die Maschinerie der Banken hat den Deutschen, das Rechnen abgewöhnt. Es war doch bequem sich nicht wirklich kümmern zu müssen und am Ende hat´s noch immer gepasst.

JA, so war es! So wird´s aber nicht mehr sein. Und da liegt aktuell die Gefahr. Altersarmut wird zunehmen. Die heutigen Jugendlichen und 20-30 jährigen lernen die Gewohnheiten Ihrer Eltern. Logisch! Wenn die nun aber auch von ihren Eltern gelernt haben, zum Beispiel den Weg zur Bank, Kässchen über ‘n Tresen und der Mann (oder die Frau) kümmert sich ums Geld, dann wird’s für die heutige Generation schwer. Die Bank kümmert sich zuerst mal um sich, dass haben wir in den letzten Jahren doch gelernt und in Griechenland letzten Sommer live erlebt. Schon vergessen? Griechenland – da wo die Menschen zwar Guthaben auf Ihren Konten hatten, die Bank aber die Eisenrollos zuließen. Zur Sicherheit um den „panikartigen Bankenrun“ zu vermeiden und…. ach ja, weil kein Geld mehr da war!?

Nachdem die Bank also nach sich schaut, bekommen die Kunden Produkte. JA, auch ein Sparbuch ist ein Bankprodukt. Und dieses ist gerne genommen. Laut Deutscher Bundesbank gehören den Deutschen 5224 Milliarden Euro an Geldvermögen. Davon liegen ca. 4000 Milliarden Euro zinslos herum. (Zahlen aus 2015) Ein wirtschaftlicher Schaden der ein ganzes Volk in den Ruin stürzen kann. Und warum? Weils bequem ist und man vor „Kursschwankungen“ Angst hat! Keiner hat Angst vorm Autofahren, obwohl täglich 9 Menschen auf deutschen Straßen sterben (Daten: derfallx.de)

Wir müssen alle ran. Wir stehen mitten in einer großen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umwandlung. Die Welt, wie wir sie kennen ändert sich in eine neue Welt. Alles, was Menschen tun, wie sie es tun und warum sie es tun ändert sich. Menschen sind in Bewegung und ziehen, wie schön früher von einem Kontinent auf einen anderen. Die Gesellschaft ändert sich dadurch und wird auf eine harte Menschlichkeitsprobe gestellt, die bestehenden Sozialsysteme in den westlichen Nationen ändern sich, die Finanzkrise die die ganze Welt betrifft, die sich auf jeden auswirkt egal ob arm oder reich ist nicht im Geringsten vorbei. Ich denke, es wird auch kein „VORBEI“ geben. Wir werden alle lernen müssen mit diesem Wandel und den geänderten Spielregeln zurecht zu kommen. Gut, für den der dies schnell versteht oder mangels Not schnell lernen muss, schlecht für die, die alte Gewohnheiten nicht ablegen wollen oder können. Die es immer noch so machen, „wie wir das schon immer gemacht haben“. Jedoch, die Welt ändert sich!

Nun können Sie „nicht mitmachen“. Dann lassen sie alles wie es war, kommen ein paar Monate, vielleicht Jahre zurecht, danach sind Sie abgehängt. Oder sie suchen Ihren neuen Weg. Legen sich diesen zurecht, probieren das ein oder andere aus. Legen Dinge wieder ab, die nicht funktionieren und halten die Dinge fest, die funktioniert haben. Darin besteht Entwicklung. Und diese fängt immer im Kleinen an.

Garantien haben keinen positiven Effekt mehr. Zumindest größtenteils, aktuell. Schon gar nicht in Ihrer Altersvorsorge. Wir haben genügend Berechnungen und Vergleiche die dies deutlich zeigen.
Also umdenken – andere Wege gehen. Die nicht neu sind, lange erprobt, die Risiken bekannt sind. Man kann diese benennen, also wie groß ist das Risiko dann noch? Wenn ich ins Auto steige und habe klare Vorgaben, halte mich an diese und steige zu 99% am Zielort unversehrt aus, dann.…?

Die Spielregeln ändern sich!

Wenn Sie 1000 € Rente monatlich zu Ihrer gesetzlichen Rente haben wollen, brauchen Sie ein Vermögen von 200.000 €! Damit reicht Ihnen das Geld vom 65 Lebensjahr bis zum statistischen Tod. Unter www.wie-alt-werde-ich.de können Sie nachschauen wie alt Sie werden.

„Die Deutschen machen aktuell alles falsch was man in Sachen Geldanlage falsch machen kann“ (Zitat: Prof. Max Otte). Immobilien kaufen auf Höchstpreisen, Geld in Versicherungen legen bei niedrigstem Zins, Tagesgeld und Sparbuch dominiert.

Die Telekomaktie hat den wenigen die damals Aktien kauften so übel mitgespielt, dass der Großteil der Bevölkerung bis heute die Finger davon lässt. Gerade mal 7% der Bundesbürger sind Aktienbesitzer (incl. Investmentfonds!) Warum eigentlich? Haben Sie Ihr Auto verkauft und den Führerschein weggeschmissen, weil VW einen Abgasskandal produziert und Sie um Ihr Geld beschissen hat?

Die Welt hat ein Problem – wir leben alle auf Pump! Auf Pump in Sachen Natur und Ressourcen, auf Pump mit unserer Lebensenergie und auf Pump in Sachen Finanzen. Die Frage ist, was rächt sich schneller? Die Weltwährungen der meisten Länder sind überschuldet. Jedes Land hat seine eigenen Möglichkeiten damit umzugehen. Während die USA lustig die „Hochsprunglatte“ anhebt, wenn die Schulden mal wieder daran kratzen, schreibt die EU Ihren Mitgliedsländern blaue Briefe aus Brüssel. Andere sind da schon krasser (oder weiter?) Indien hat vor ein paar Tagen mal kurzer Hand die Währung ersetzt. Heißt, die aktuelle wird für ungültig erklärt und ab morgen gibt´s eine neue. Und nebenbei sammeln wir auch noch das gesamte private Goldvermögen ein. Staatsbeamte liefen von Haus zu Haus und kontrollierten. Für mich persönlich brachte Venezuela den besten Witz in Sachen „Vertrauen in Papiergeld“. Der Präsident erklärt den gängigsten Schein, den „100er“ (ähnlich unserem 50 €uro Schein) Freitags mal kurzerhand für wertlos, Samstags fliegen Steine auf die Straße, Supermärkte werden geplündert, Autos brennen und am Sonntag zum „Frühstücksfernsehen“ sitzt der Herr Präsident wieder da und erklärt den selben Schein wieder für wertig – zumindest bis zum Februar 2017. Geil! So viel zum Inhalt unserer Währungen und dem wahren Wert der mir Ware dafür gibt – Vertrauen! Wenn dieses fehlt oder durch falsche oder zu schnelle politische Aussagen oder Gerüchte zerstört wird, dann ist die Situation so, wie im Auto als Beifahrer eines Falschfahrers auf der Autobahn. Dabei gibt es für (fast) alles Lösungen. Wir müssen sie nur nutzen. Schauen Sie sich mal das Kaufverhalten der Deutschen live an. Unter www.kaufda.de/info/konsum-in-echtzeit/ sehen Sie, welche Unternehmen gerade Geld verdienen, während Sie meinen Blog / Brief lesen! Sind Sie am Umsatz beteiligt? Mit 10% Minus in den Januar gestartet hat allein der deutsche Aktien Index (DAX) am Ende + 6% Rendite aufs Jahr erwirtschaftet. Und nur im DAX zu sein wäre ein Risiko – fragen Sie Ihren Berater!

Spielregeln endlich mal erneuert.

In 2017 bekommen wir eine Reform der gesetzlichen Pflegerente. Aus bisher 3 Pflegestufen werden 5 Pflegegrade. Wer schon eingestuft ist verschlechtert sich nicht. Für neue Pflegefälle wird’s nicht viel besser. Es werden andere Kriterien herangezogen um zu bewerten, ob jemand Pflegefall ist und in welchem Grad. Die Summen erhöhen sich leicht, dennoch werden für schwere Pflegefälle Lücken im eigenen Geldbeutel bleiben. Was nicht berücksichtigt wurde ist, dass wir in diesem Berufszweig wesentlich mehr Anreize brauchen, Unterstützung für die Mitarbeiter in diesen Bereichen. In einigen Jahren wird jeder zweite vor seinem Tod zum Pflegefall, wenn auch nur kurzzeitig! Da kommt was auf uns zu.

Eigene Regeln fürs Spiel.

JA, es wird schwer, wenn das Ersparte schon weg ist, aber das Leben noch andauert egal in welchem Zustand. Das Positive daran ist, wir haben es alle weitestgehend in der Hand, wie es für uns selbst läuft. Ein Mädchen das 2009 in Deutschland geboren wurde, wird wahrscheinlich 90,7 Jahre alt!

Damit besteht genug Zeit für jeden eigene Spielregeln festzulegen, was wir mit unsere Gesundheit tun, wie wir unser berufliches und privates Leben verbringen wollen und wie wir in Sachen „Finanzen“ ticken und entscheiden. Also liegt´s wie so oft nur noch am „tun“! Das kann uns niemand abnehmen. Informieren, abwiegen, entscheiden und umsetzen.

Vermittlerrichtlinie beschlossen: Auch für uns „Finanzer“ ändern sich die Regeln mal wieder. Im November kam der erste Entwurf zur IDD in den Bundestag. Die Maklerbranche schreit auf! Zu Recht! Auch unterstützt von einigen Anwälten die in der Branche „Gehör“ haben. Diese Richtlinie ist alles andere als verbraucher-freundlich und man kann deutlich herauslesen das die Versicherungslobby in Brüssel und Berlin sehr aktiv war. Letztendlich geht es darum, wie Berater (wie ich), die neuen Spielregeln bei Menschen wie Ihnen umsetzen können. Den um Sie geht es am Ende dieser Kette! Hier sollten Sie aus eigenem Interesse lesen was an Neuerung in 2017 kommt, denn bis zum Sommer muss das Gesetz da sein und dann haben wir „Finanzfuzzis“ 6 Monate Zeit dieses in unseren Beratungs- und Dienstleistungsangeboten an Sie umzusetzen. Wir werden sehen was im Juni zu tun ist.

Guten Rutsch, ein friedliches und gesundes 2017. Ich hoffe, wir sehen uns!

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