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So weit, so gut! Warum der erste Blick trübt, – Zinsen gar nicht nachhaltig steigen können und Elektroautos doch noch kommen werden!

So weit, so gut! Warum der erste Blick trübt, – Zinsen gar nicht nachhaltig steigen können und Elektroautos doch noch kommen werden!


Auf den ersten Blick geht es uns allen sehr gut oder nicht?

Verglichen mit der Lebenssituation anderer Menschen in anderen Länder leben wir im Wohlstand. Warum sonst versuchen Menschen unter Lebensgefahr nach Deutschland zu kommen.

Und ich kann sie verstehen! Würde es bei uns aussehen und zugehen wie in Syrien, Afghanistan oder Teilen von Afrika, würde bei uns die medizinische Versorgung zusammenbrechen, wäre ich einer der ersten der seine Tochter unter den Arm nehmen und sich in ein Land aufmachen würde, in dem uns geholfen werden würde.

Über die Art und Weise wie Menschen hierher eingeladen, empfangen und versorgt werden kann man endlos diskutieren. Auch darüber wie sich viele der „Hilfesuchenden“ dann verhalten. Nicht mein Thema für diesen Blog. Ich denke Dankbarkeit und Gastfreundschaft sind Werte die respektiert gehören.

Doch auch bei uns fließt kein Honig und keine Milch in den Bächen! Unter der Oberfläche brodelt es. Jährlich verkünden unsere Politiker stolz: Deutschland ist Exportweltmeister. Eigentlich eine positive Nachricht?

Allerdings sind mit unseren Exporten immense Schulden verbunden, die andere Nationen bei uns aufgenommen haben. In einer Welt voller Schulden ist es schlecht Gläubiger zu sein. Und Deutschland ist einer der größten Gläubiger.

Die Bundesbank hat 800 Milliarden Euro Forderungen. 800.000.000.000 Euro Kreditgeld, das auch Pleiteländer wie Griechenland, Spanien und Portugal dazu verwenden, deutsche Güter zu kaufen. Schlecht, wenn diese Kredite am Ende nicht zurückgezahlt werden können?
Das große Problem unserer Zeit: Berge von Krediten werden aufgenommen um reinen Konsum zu finanzieren. Nichts von echtem Wert wird geschaffen. Unsere Regierungen und Zentralbanken der westlichen Welt fördern diese desaströse Entwicklung massiv.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hält an ihrer ultralockeren Geldpolitik fest. Die Leitzinsen blieben bei 0 Prozent. Der Staat nutzt diese Entwicklung zur eigenen Entschuldung. Nebenbei werden die Geldwerte der Bürger – also Ihre, entwertet.

Auch wir leben auf Pump.

Mit Hilfe niedriger Zinsen und lockerer Kreditvergaberegeln hat sich das Finanzsystem Zeit gekauft. Ein Ende mit Schrecken soll um jeden Preis vermieden werden. Wir müssen genau(er) hinsehen. Die Signale sind deutlich, dass das alles irgendwann nicht mehr funktioniert. Sparbücher werfen keine Zinsen ab. Immer mehr Banken führen hohe Gebühren ein. Das Bargeld gerät unter Beschuss. Die Schulden der westlichen Industrienationen sind hoch wie noch nie! Und Terror und Flüchtlingskrise untergraben den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Donnerstag, 2. März Veröffentlichung der Bilanz 2016 der Deutschen Bundesbank – sehr zum Ärger von Finanzminister Schäuble.

Statt den eingeplanten 2,5 Milliarden hat die Bundesbank nur 400 Millionen Euro überwiesen. Der niedrigste Bilanzgewinn seit 2004. Grund: Höhere Rückstellungen der Bundesbank für die enormen finanziellen Risiken, die sie in den letzten Jahren eingegangen ist. Diese Risiken treffen jeden einzelnen von uns. Je weniger Gewinn, desto leerer werden öffentliche Kassen, desto weniger Geld steht bereit für Infrastruktur, Bildung und Soziales.

Seit Jahren schon kauft die Bundesbank Anleihen der europäischen Krisenländer, inzwischen auch von notleidenden Unternehmen aus der EU. Durch die EU- (Schulden)Politik ist die Gesamtsumme dieser Kredite dramatisch angestiegen. Die Bilanzsumme der Bundesbank liegt heute bei 1,39 Billionen Euro. Noch 2002, also bevor die Euro-Krise durchstartete, lag die Bilanzsumme bei nur 222 Milliarden Euro.

Immer größer der Anteil der Anleihen aus den Krisenstaaten Griechenland, Italien und Spanien. Das Kreditausfallrisiko steigt hier täglich. Die politischen und gesellschaftlichen Spannungen in diesen Ländern nehmen zu. Noch funktioniert alles, weil alle Rädchen ineinander greifen. Die Krisenländer bedienen ihre Schulden, weil sie immer wieder frisches Geld zur Umschuldung erhalten. Zudem sind die Zinsen noch ausreichend niedrig.

Doch was wäre bei steigenden Zinsen? Bei steigenden Zinsen könnten einige der Krisenländer ihre Schulden nicht mehr bezahlen. Gehen die Krisenländer Pleite, müsste die Bundesbank ihre Forderungen komplett abschreiben. Ganz abgesehen von den Menschen in diesen Ländern – Pulverfass?!

Durch diese politische Einbahnstraße hat die finanzielle Enteignung längst begonnen. Das Finanzsystem findet keinen Ausweg aus dieser Krise. An den Kosten sind wir Sparer und Anleger direkt und indirekt beteiligt. Strafzinsen, erhöhte Gebühren, Lebens- und Rentenversicherungen die keine Gewinne mehr erwirtschaften, durch Inflation und auch über eine sich schleichend vollziehende Bargeldabschaffung.

Inflation - ist sie zurück

Donnerstag 16. März: USA erhöht Ihren Leitzins um 0,25%. Man darf diese „positiven“ Nachrichten der US Wirtschaft nicht als Signal verstehen, dass es nun bei uns auch bald so kommt. Das ist falsch! Die USA haben ein anderes Bankensystem, eine andere Schuldenpolitik. Da wird die Obergrenze für Schulden einfach mal wieder angehoben, falls der aktuelle Stand, die aktuelle Obergrenze erreicht hat(?). Erinnern Sie sich noch an die Nachrichten von dort, dass der Staat seine Beamten heimgeschickt hat, weil er sie nicht mehr bezahlen konnte? Noch keine fünf Jahre her – was hat sich seitdem geändert? Am Ende reden wir hier von einem Land, das sich selbst verwaltet. Die EU hat viele Länder mit unterschiedlicher Finanzkraft!

Ich glaube, eine Zinserhöhung in der EU würde den sofortigen Bankrott einiger EU Länder erklären.

Das heißt für Sie: Umdenken! Ja, uns geht es gut. Wir haben ein Sozialsystem, ein Gesundheitssystem, Regeln und Rechte an die sich alle halten können und auch die meisten tun. Damit funktioniert zusammenleben. In Sachen Finanzen sollten wir allerdings alte Angewohnheiten ändern. Ihr Geld nur auf einem Konto oder einem Sparbuch liegen zu lassen und abzuwarten bis sich Besserung einstellt ist fahrlässig. Die Inflation schmälert von Jahr zu Jahr die Kaufkraft Ihres Geldes. Bei gleichbleibend niedrigen Zinsen ist das eine schleichende Enteignung. Jeder von uns sollte mit seinen zur Verfügung stehenden Mitteln dieser Vermögensvernichtung entgegentreten. Möglichkeiten dafür gibt es, die Frage ist, ob Sie dazu schon bereit sind. Oder ist der „Schmerz“ die Komfortzone zu verlassen noch nicht groß genug?

Liebe Leser, denken Sie an Ihre Familien und Ihren Vermögenserhalt

Sie sollten nicht aus Angst und schon gar nicht aus „Alternativlosigkeit“ Ihre Ersparnisse auf dem Konto bunkern oder zu 100% unter die Matratze stecken. Im Gegenteil: Werden Sie aktiv!
Denken Sie an: die richtig rechtliche Vorsorge in Sachen Medizin und Betreuung, ein gutes solides Aktienportfolio, an Vermögensschutz mit Edelmetallen. Denken Sie beim Schulden machen daran: „muss das jetzt sein“, „muss das in der Größenordnung sein“, was bringt mir dieses Investment? Denken Sie an Sachwerte! Die Immobilie ist überbewertet aus den oben genannten Gründen und Sie ist Im-mobil. Wenn Sie sich mit Autos auskennen schauen Sie sich den Oldtimermarkt an, wenn Sie sich mit Antiquitäten auskennen – ok und denken Sie an Whisky (mein Fabel). All dies dient dem „Puffern“ ihres heutigen Geldes!

Kurzfristige Verfügbarkeit – egal ob die Bank geöffnet hat! Sollte sich die Situation wirklich irgendwann in dem schlimmst möglichen Szenario auflösen, dann denken Sie an die kurzfristige Versorgung Ihrer Familie. (Denken Sie mal an den Vorratskeller von Oma und Opa)

Positiv bleiben: Die Welt dreht sich weiter, mit Euro – Europa und ohne. Allerdings leben wir in einer sich verändernden Welt. Menschen verändern Ihre Arbeit. Freunde und Bekannte, die in Siemens an einen guten und sicheren Arbeitgeber glaubten, finden sich plötzlich bei anderen Firmen wieder. Unser Konsumverhalten verändert sich was sich auf die Produzenten und Dienstleister um diese Produkte herum auswirkt. Die Art wie wir Leben ändert sich. Und damit unser Umfeld. Elektroautos waren vor 7-10 Jahren noch nett belächelte Ideen von „Umweltspinnern“. Heute sehen wir Sie täglich im Straßenbild. Und wir stehen dabei erst am Anfang. Sind Sie bei dieser Entwicklung dabei?

Ich maße mir nicht an, eine zeitliche Aussage zu treffen, wann ein großer Wandel im Finanzsystem kommt. Das er kommt ist Mathematik und die Vorboten erleben wir bereits.

Auch nach einem europäischen Schuldenschnitt, einer Verkleinerung der EU- Staaten oder einer Währungsreform werden wir Auto fahren, essen kaufen, unserer Häuser reparieren sprich Produkte und Dienstleistungen benötigen wie wir diese kennen. Die heiße Phase zwischen einem „Währungswechsel“ zu überbrücken und einen Teil unserer angesammelten Werte mit zu transportieren wird die Kunst dabei sein. Dies wird mit einem Sparbuch oder ausschließlich Bargeld nicht gelingen – Fragen Sie mal Ihre Großeltern!

Und wenn Sie nicht alleine alles „bedenken“ wollen oder können, fragen Sie einen Berater der Ihnen dabei hilft, nicht alleine an alles denken zu müssen. Sie operieren sich ja auch nicht selbst, nur weil Sie mal ein medizinisches Buch gelesen haben, oder?

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